Published January 30th, 2025

Kontrastquartier der Zukunft

Spaces of Encounter and Retreat in Mutual Dialogue

Begegnungs- und Rückzugsorte im Dialog

Das Quartier als Ort der Begegnung und des Rückzugs – Wie entstehen Begegnungen im Quartier und welchen Einfluss haben wir als Planende darauf? Mit diesem Thema hat Carlotta Hofmann sich in ihrer Bachelorarbeit beschäftigt und möchte hier einen Einblick geben.

Das Plangebiet liegt im belgischen St. Vith, im Viertel Neustadt. Dort leben Menschen verschiedenster Altersklassen und Nationalitäten. Durch diese Heterogenität entstehen nicht nur Möglichkeiten, sondern auch Konflikte und Kommunikationsschwierigkeiten, die in mangelnder Interaktion resultieren.

Doch wie entsteht eine positiv wahrgenommene Interaktion? Es stellte sich heraus, dass nicht nur die Interaktion eine Rolle spielt, sondern dass diese nur dann entstehen kann, wenn ein Individuum zugleich die Möglichkeit eines qualitativen Rückzuges hat. Hieraus entstand die Kernhypothese des Projektes.

Darauf basierend wurden Maßnahmen entwickelt und verortet, einige im öffentlichen Raum, andere im privaten oder im Zwischenraum, wie zum Beispiel den Treppenhäusern der Mehrfamilienhäuser. Durch kleine Veränderungen sollen die Neustädter*innen die Möglichkeit bekommen, sich sowohl zurückziehen, als auch miteinander agieren zu können im gemeinsamen Tun, sodass sprachliche Barrieren an Bedeutung verlieren.

The neighbourhood as a place of encounter and retreat – How do encounters arise in the neighbourhood, and what influence do we, as planners, have on them? This is the topic Carlotta Hofmann explored in her Bachelor’s thesis, and she shares her insights here.

The project is set in Neustadt, a district in St. Vith, Belgium. Neustadt’s residents are highly diverse in age and cultural backgrounds, a mix that, while enriching, has led to frequent communication barriers and occasional conflicts. This dynamic increases the risk for isolation and loneliness.

Starting from this context, the author investigated how architecture might encourage positively perceived social encounters. The research revealed that while interaction is crucial, creating spaces for meaningful connections also requires a balance suitable for privacy and individual retreat; this forms the core hypothesis of the project.

Based on this, the author developed a range of interventions, strategically placed throughout public, private, and semi-private areas (such as the stairwells of the apartment buildings). These small but intentional modifications aim to provide residents with flexible spaces that support both social interaction and the possibility of personal retreat, enhancing the overall sense of community in Neustadt.

Access the full article [in German] here: